Gastroenterologie Diagnostik

Rechtzeitige Untersuchung des Magen-Darm-Bereichs

Pro Jahr erkranken in Deutschland ca. 60.000 Menschen neu an Dickdarmkrebs (Colorektales Karzinom). Dickdarmkrebs ist die zweithäufigste Krebsart. Ca. 30000 Menschen versterben pro Jahr an den Folgen dieser Erkrankung. Dabei wäre in etwa 90% der Fälle bei einer frühzeitigen Diagnose bzw. Behandlung eine Heilung möglich.

Wir führen gastroenterologische Untersuchungen durch, um frühzeitig Erkrankungen im Bereich des Verdauungstrakts und der Bauchorgane zu erkennen.
Darüber hinaus bieten wir Nachsorgeprogramme für Patienten, die eine Krebserkrankung durchlebt haben an.

Patienten die an einer chronischen Erkrankung, z.B. einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung leiden werden darüber hinaus in unserer Sprechstunde fachärztlich begleitet und betreut.
Dabei bieten wir Ihnen ein speziell geschultes und ausgebildetes Team damit im Falle eines Befundes unverzüglich eine Therapie bzw. Behandlung gestartet werden kann.

Ist eine endoskopische Untersuchung bei Ihnen erforderlich, haben sie im Rahmen des Aufklärungsgesprächs die Möglichkeit Fragen zur Vorbereitung, zum Untersuchungsablauf, zur Sedierung und zur Medikamenteneinnahme zu stellen.

Siehe auch Patienteninfos: Aufklärung Sedierung

Untersuchungsmethoden

  • Endoskopie
  • Sonographie (Ultraschall)
  • Ultraschallmarkierte Leberblindpunktion
  • Laboruntersuchung
  • Nichtinvasive Funktionstests auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten (H2-Test)

Aufklärung von Beschwerden

  • Bauchschmerzen
  • Durchfall
  • Verstopfung
  • Wechselndes Stuhlverhalten
  • Blähungen
  • Sodbrennen
  • Gewichtsabnahme
  • Krebsvorsorge
  • Blut im Stuhl
  • Kaffeesatzerbrechen

Infos für Patienten

Dickdarmspiegelung (Koloskopie)

Die Dickdarmspiegelung (Koloskopie) ermöglicht eine sichere Diagnose von Erkrankungen des Dickdarms bis hin zum Übergang vom Dick- zum Dünndarm (terminales Ileum). Sie ist die Standardmethode, die bei ungeklärten Stuhlveränderungen, bei Bauchschmerzen, bei Verdacht auf eine chronisch entzündliche Darmerkrankung, wenn bei Ihnen Alarmsymptome für Dickdarmkrebs bestehen, oder sie zu einer Risikogruppe für diese Erkrankung gehören (Verweis Häufige Erkrankungen Colorektales Carcinom).

Die Dickdarmspiegelung ist darüber hinaus Bestandteil des Dickdarmkrebs-Früherkennungsprogramms für gesetzlich Krankenversicherte und kann ab dem 55. Lebens- jahr als Kassenleistung in Anspruch genommen werden. (Verweis Häufige Erkrankungen Colorektales Carcinom).

Durchführung

Vor einer Darmspiegelung ist eine Darmreinigung erforderlich. Diese beginnt am Vortag und ist in der Regel am frühen Morgen des Untersuchungstags abgeschlossen (Verweis Darmvorbereitung bei Koloskopie, Tipps für eine gute Koloskopievorbereitung). Bei Verstopfungsbeschwerden kann bei Ihnen auch eine größere Menge des Abführmittels, als üblicherweise vorgesehen erforderlich sein. Die Darmschleimhaut kann nur nach vollständiger Darmentleerung richtig beurteilt werden.

Zur Untersuchung kommen sie bitte nüchtern. Einige Medikamente müssen in Absprache mit dem Hausarzt und uns vor der Untersuchung pausiert werden. Die übrigen Medikamente können mit einem Schluck Wasser am Morgen eingenommen werden.

Vor Beginn der Untersuchung können auf Wunsch Medikamente zur Beruhigung (Sedierung), über den zuvor gelegten venösen Zugang (Braunüle) verabreicht werden.

In unserer Praxis wird standardmäßig Propofol® appliziert. Die Untersuchung kann jedoch auch ohne Sedierung begonnen werden. Eine spätere Gabe ist jederzeit während der Untersuchung noch möglich.

Bei der Dickdarmspiegelung wird ein flexibler Schlauch von etwa 12mm Durchmessser über den After in den Darm eingeführt und in der Regel bis zum Blinddarm vorgeschoben, bei bestimmten Fragestellungen auch in den Übergang von Dick- und Dünndarm (terminales Ileum). Die in das Endoskop integrierte Optik liefert ein genaues Bild der Darmschleimhaut auf einem Monitor, über den Veränderungen begutachtet und einen Arbeitskanal bereits während der Untersuchung Gewebeproben entnommen, oder krankhaftes Gewebe, z.B. Polypen entfernt werden können.

Die Untersuchung dauert etwa 15 bis 45 Minuten und wird in Linkseitenlage begonnen. Eine Umlagerung, z.B. auf den Rücken kann während der Untersuchung erforderlich sein. Das Endoskop wird bis zu der Stelle vorgeschoben, wo der Dickdarm in den Dünndarm übergeht. Das Vorschieben des Gerätes kann durch Drücken auf den Bauch unterstützt werden. Das Einblasen von Gas (CO2) in den Darm ermöglicht eine bessere Sicht.

Die Entnahme von verdächtigem Gewebe und die Entfernung von Polypen sind schmerzfrei. Die histologische Auswertung der Gewebeproben erfolgt in einem pathologischen Institut und dauert in der Regel zwei Werktage.

Nach der Gabe eines Beruhigungsmittels sind sie für 24 Stunden, mindestens jedoch bis zum Morgen des Folgetags nicht verkehrs- und geschäftstüchtig. Sie benötigen jemanden, der sie von der Untersuchung abholt. Bitte berücksichtigen sie dies bei der Planung des Untersuchungstags (siehe auch Pat. Info Aufklärung Sedierung).

Magenspiegelung (Gastroskopie)

Die Magenspiegelung (Gastroskopie) ist das Standardverfahren, mit dem die inneren Schleimhäute des oberen Verdauungstraktes, von der Speiseröhre durch den Magen bis zum Zwölffingerdarm auf Veränderungen abgesucht werden. Sie kommt zum Einsatz bei ungeklärten Beschwerden im Oberbauch, zur Abklärung der Ursachen von Sodbrennen und Schluckstörungen sowie insbesondere bei der Reflux-Krankheit und Geschwüren und zur Abklärung von Tumorerkrankungen.

Durchführung

Die Untersuchung erfolgt mit einem schlauchförmigen Instrument (Gastroskop), das über den Mund in die Speiseröhre eingeführt wird. Es verfügt über einen Licht- und Arbeitskanal. An seiner Spitze befindet sich eine Optik mit einer Kamera, deren Bilder auf einen Monitor übertragen werden. Über den Arbeitskanal können Metallschlingen oder Greifzangen zur Entnahme von Gewebeproben eingeführt werden. Auf diesem Wege sind auch therapeutische Eingriffe möglich und auch kleinere Blutungen können gestillt werden.

Die modernen Gastroskopie-Geräte sind weich und sehr biegsam. Der Durchmesser des Schlauchsystems beträgt etwa 10mm. Ein lokales Betäubungsmittel erleichtert das Einführen durch den Rachenraum. Bei Bedarf kann ein Beruhigungsmittel gegeben werden, sodaß sie die Untersuchung „verschlafen“. Der Patient darf dann aber 24 Stunden lang nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen, keine wichtigen Entscheidungen treffen und nicht an gefährlichen Maschinen arbeiten.

Für die Untersuchung müssen sie nüchtern sein. Die letzte Nahrungsaufnahme ist noch bis 20 Uhr des Vortages möglich; letzte Flüssigkeitsaufnahme bis 8 Stunden vor der Untersuchung (Medikamente können am Morgen des Untersuchungstages mit einem Schluck Wasser eingenommen werden). Auf das Rauchen sollte verzichtet werden, da es die Magensaftproduktion anregt. Die Spiegelung wird im Liegen durchgeführt, meistens in Linksseitenlage. Ein Beiß-Ring aus Kunststoff verhindert, dass das Gastroskop beschädigt wird. Um den Magenraum für eine bessere Sicht zu weiten, wird Gas (CO2) hinein geblasen. Die Atmung wird durch die Untersuchung nicht behindert. Eine durchschnittliche Magenspiegelung dauert nicht einmal zehn Minuten.

Das Verfahren gilt als sehr sicher, Komplikationen sind sehr selten.

Leberpunktion

Die Leberpunktion dient der genaueren diagnostischen Bestimmung von Lebererkrankungen wie chronischen Entzündungen oder Krebs sowie der Beurteilung von deren Schwere. Auch unklare Erhöhungen der Leberwerte können so abgeklärt werden. Dabei wird eine zylinder- förmige Gewebeprobe aus der Leber entnommen und fixiert. In einem pathologischen Institut werden Gewebeschnitte mit Färbemethoden aufbereitet und mikroskopisch untersucht.

Durchführung

Leberpunktionen können ambulant in der Praxis des Gastroenterologen durchgeführt werden. Der Eingriff verläuft in der Regel ohne Komplikationen. Der Patient erscheint nüchtern in der Praxis. Blutverdünnende Medikamente, z.B. Aspirin, müssen unter Umständen vorher abgesetzt werden. Vor der Punktion werden Blutbild und Blutgerinnung überprüft. Die Untersuchung dauert nicht länger als zehn Minuten und ist schmerzfrei.

Die Gewebeentnahme erfolgt unter örtlicher Betäubung mit einer anderthalb bis zwei Millimeter dicken Nadel. Die Punktionsstell wird zuvor mit Ultraschall markiert.

Hämoccult-Test

Mit dem Hämoccult-Test werden kleine Mengen von Blut im Stuhl nachgewiesen, die mit dem bloßen Auge nicht sichtbar sind und deshalb als versteckt (okkult) bezeichnet werden. Der Hämoccult-Test wird im Rahmen der Krebsvorsorge ab dem Alter von 50 Jahren einmal im Jahr angeboten. Ziel ist die Früherkennung von Darmkrebs und seinen potenziellen Vorstufen, den Darmpolypen.

Der Test wird dem Patienten ausgehändigt und zu Hause durchgeführt, indem auf dessen Feldern an drei aufeinander folgenden Tagen jeweils eine kleine Stuhlprobe mit dem beiliegenden Spatel aufgetragen wird. Die Auswertung erfolgt durch den Arzt, der anhand einer Farbreaktion erkennen kann, ob sich verstecktes Blut im Stuhl befindet.

Verschiedene Störfaktoren können den Test verfälschen. Es ist deshalb wichtig, dass die Hinweise des Arztes bei der Durchführung des Tests beachtet werden. Bei einem negativen Testergebnis wurde kein Blut im Stuhl gefunden. Bei positivem Testergebnis steht eine Darmspiegelung zur Abklärung der Blutungsursache an.

Ein positives Testergebnis ist nicht gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Krebserkrankung, Blut im Stuhl kann andere Ursachen haben. Andererseits schließt ein negativer Test Darmkrebs nicht aus, da nicht jeder Tumor blutet. Ein positives Ergebnis sollte immer eine weitere endoskopische Abklärung nach sich ziehen.

H2-Atemtests

Um die Funktion des Verdauungssystems untersuchen zu können, kommen nicht belastende Atemteste zum Einsatz, die verschiedene Enzymaktivitäten durch Messungen in der Ausatemluft nachweisen können. Hierzu werden entsprechende Substanzen verabreicht.

Der Atemtest mit Laktose (Milchzucker) wird bei Verdacht auf oder zum Ausschluss einer Laktose-Intoleranz bei unklaren Durchfällen und Neigung zu einem „Blähbauch“ durchgeführt. Eine Laktoseintoleranz ist überaus häufig.

Der Atemtest mit Fruktose (Fruchtzucker) wird bei Verdacht auf oder zum Ausschluss einer Fruchtzuckerunverträglichkeit bei unklaren Bauchschmerzen, Durchfall und Blähungen nach Frucht- oder Fruchtsaftgenuss durchgeführt.

Der Atemtest mit Glukose (Traubenzucker) wird bei Verdacht auf eine bakterielle Fehlbesiedlung des Dünndarmes, z.B. bei Ausbuchtungen (Divertikeln) des Dünndarms, und nach bestimmten Operationen durchgeführt.

Mit dem Atemtest mit Laktulose (Quellzucker) kann eine Messung der Passagezeit durch den Dünndarm bei unklaren Durchfällen erfolgen.

Prinzipiell sind andere Testsubstanzen, wie zum Beispiel Sorbit, Saccharose und D-Xylose ebenfalls möglich. Da die genannten Zucker erst an den Ort ihrer enzymatischen Spaltung und potenziellen Resorption im Dünndarm gelangen müssen, beträgt der zeitliche Aufwand für jeden Test ca. zwei bis drei Stunden.

Weitere Leistungen

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Unter dem Begriff „Gastroenterologie“ versteht man ein Teilgebiet der Inneren Medizin, das sich mit verschiedenen Magen-Darm-Erkrankungen beschäftigt.

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